Wohnungen für das ganze Leben


In die neue Baugenossenschafts-Wohnanlage „Hackermühle” ziehen nun die
ersten Mieter ein



Der Vorsitzende der Baugenossenschaft Bürgermeister Pellkofer und
Geschäftsführer Schwarz

Leben in einer lichtdurchfluteten Wohnung mit Blick auf viel Grün. Und leben in einer Wohnung, die den Erfordernissen aller Lebenslagen gerecht wird. Dies ist möglich in der „Hackermühle”, der nach der Konzeption von Baugenossenschafts- Geschäftsführer
Rudolf Schwarz neugestalteten Wohnanlage in der Krautau. In dieser Woche ziehen die
ersten Mieter in die Wohnungen des neuen Gebäudes Hackermühlstraße 18a ein.
Wohnen im modernen Ambiente ohne auf den Komfort zu verzichten, der im Alltag das Leben erleichtert. Die künftigen Bewohner der Wohnanlage Hackermühle kommen in den Genuss einer durchdachten Wohnraumplanung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Der Geschäftsführer der Baugenossenschaft, Rudolf Schwarz erfährt in seiner täglichen Praxis, welche Wünsche Mieter an ihren Wohnraum haben. Und er erfährt auch, dass sich wandelnde Lebenslagen andere Bedürfnisse an die Wohnung hervorrufen. Der Neubau bzw. die Sanierungen in der Wohnanlage Hackermühle orientieren sich daher an diesen Konsequenzen, die sich aus einer sich wandelnden Gesellschaft ergeben.


Die Eingangsfront wird als grüner Laubengang gestaltet

Die Wohnung als Heimat

„Der Wohnraum muss den Bewohnern eine Heimat bieten”, sagt Architekt Hans Czapka. Um Heimat sein zu können, muss eine Wohnung mehrere Kriterien erfüllen. Zum einen soll sie der individuellen Situation angepasst sein. Junge Menschen haben andere Bedürfnisse als ältere. Die Wohnungen im Neubau Hackermühlstraße 18 a sind den Lebensumständen der jeweiligen Bewohner anpassbar. Grundrisse können ohne größeren Aufwand verändert werden. Barrieren wurden gar nicht erst eingebaut. Selbst Rollstuhlfahrer würden hier also ein ihren Erfordernissen entsprechendes Wohnumfeld finden. Bei der Planung wurden alle Lebensabschnitte berücksichtigt, so dass Komfort und Sicherheit für jedes Alter zur Maxime gesetzt wurde. Das Motto bei der Planung war, unnötige Erschwernisse im Alltag beseitigen und sichere, bequeme und moderne Lebensräume für Menschen jeden Alters schaffen. Zum anderen bieten die Wohnungen viel natürliches Licht und Sonne. Sie sind nach Südwesten ausgerichtet, werden also regelrecht von Licht durchflutet. Das dritte ist die Natur im und am Haus. Es werden Dachgärten eingerichtet, und auch die Flugdächer werden bepflanzt. Und zwar so, dass das Grün auch von der Straße aus sichtbar wird. Erschlossen werden die einzelnen Wohnungen, wie bei einem Einfamilienhaus, durch Laubengänge. Die Natur findet man aber auch vor dem Haus. Im durch die Häuseranordung gebildeten Innenhof wird eine parkähnliche Anlage angelegt. Neben grün gibt es im Haus noch die Orientierungsfarbe rot, die den Wohnbereich kennzeichnet. „Wir haben auch hinsichtlich des Kommunikationsverhaltens der Menschen versucht, die Wohnungen der Zeit in der wir leben anzupassen”, erläutert Rudolf Schwarz. So seien individuell wählbar kommunikative und nicht-kommunikative Situationen vorhanden. Eine so weit wie möglich offene Situation erlebt auch der Benutzer der Tiefgarage. Sie wird über große Öffnungen in der Decke ausschließlich durch Tageslicht erhellt. Die Einfahrt in der Weidenstraße erhält einen grünen, naturverbundenen Charakter. Der Nutzer unterquert das gesamte Areal und verlässt die Tiefgarage wieder über die Ausfahrt Erlenstraße.

Fortsetzung von vorheriger Seite


Die Flugdächer verleihen eine interessante Optik

Ein Projekt für die Krautau

Die Idee von Baugenossenschafts- Geschäftsführer Rudolf Schwarz war, das Projekt nicht nur als Wohnerlebnis für die eigenen Mieter zu konzipieren, sondern die Bewohner der Krautau daran teilhaben zu lassen. Die Infrastruktur des Viertels wird ergänzt um eine Arztpraxis und eine Krankengymnastik-/Massagepraxis, die im Erdgeschoss des Neubaus ihre Räume finden. Im selben Geschoss wird auch ein Café mit einem Ausblick auf viel Grün eröffnen. Dieses Café soll verbunden werden mit einem Kiosk. Für beides wird noch ein Pächter gesucht.


Raffinierte Raumgestaltung in den Dachwohnungen

Eine städtebauliche Einheit


Architekt Hans Czapka stand mit der Konzipierung dieses Wohnprojekts vor der Aufgabe, eine Nachverdichtung der Wohnbebauung zu schaffen, ohne gleichzeitig die Wohnqualität zu beeinträchtigen. „Dazu haben wir eine List angewandt, indem wir das Gebäude um 45 Grad gedreht haben”, erläutert der Architekt. Mit der Vermeidung eines Zeilenbaus habe man einerseits einen Luftraum zwischen Straße und Nachbebauung ermöglicht, andererseits die Schaffung eines parkähnlichen Innenhofs nicht unterbunden. Um dennoch die optische Anbindung an die Straße nicht zu verlieren, habe man in Höhe des 3. Obergeschosses ein sogenanntes Flugdach angebracht. Dieses dreieckige Flugdach folge dem Straßenverlauf und bilde zusammen mit dem Gebäude ein Quadrat. Damit habe man eine städtebauliche Einheit, ohne die Straße zu verengen. Dieses Flugdach stehe auf zwei dünnen runden Säulen. Mit dieser Architektur wurde Bezug genommen auf die Formensprache des venezianischen Architekten Carlo Scarpa (1906 bis 1978). Die Richtung des neuen Gebäudes zeige genau auf die Spitze des 2. Bauabschnitts, der gerade begonnen wird. Mit dieser Korrespondenz zum 2. Bauabschnitt entstehe der vom Bauherrn gewünschte städtebauliche Zusammenhang im Gesamtareal.


Die zu den Wohnbereichen führenden Gänge sind in rot gehalten

Zugleich mit diesem Bauabschnitt werden die Häuser Erlenstraße 7/9/11 saniert. Das Gebäude erhält einen Treppenhaus-Turm mit Aufzug, die alten Treppen werden herausgeschlagen und nach dem Umbau den Wohnungen als Wohnraum angegliedert. Am Gebäude Erlenstraße 11 entsteht ein Anbau mit drei Vollgeschossen, wieder mit barrierefreier Nutzung. Pro Stockwerk sind drei Wohnungen geplant, außerdem ist eine Penthousewohnung vorgesehen. Mit dem Neubau Hackermühlstraße 18a ist der 1. Bauabschnitt abgeschlossen. Er beinhaltete auch die Sanierung der Gebäude Hackermühlstraße 2 und 4 sowie der Gebäude Weidenstraße 20 und 22. Installiert werden noch zwei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die Strom und Wärme für die Gebäudeanlage liefern. Die Gesamtkosten des Neubaus und der Modernisierung der fünf Gebäude belaufen sich auf 8,74 Millionen Euro.

Winfried Walter


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